E-Wallets

E-Wallets sind Zahlungsdienstleister im Internet. Sie spielen eine bedeutende Rolle in der Abwicklung von Zahlungsgeschäften im Internet.

Paypal ist das bekannteste E-Wallet. Im Bereich des Pokerns und des Wettbörsentradings sind Skrill (ehemals Moneybookers) und Neteller zu nennen, da Paypal bisher die Politik verfolgt hat sich nicht im Glücksspiel- und Wettgeschäft zu tätigen.

Da aber jeder Pokerraum, jeder Wettanbieter und jede Wettbörse Kreditkarten und direkte sogar Einzahlungen von deutschen Girokonten erlaubt, stellt sich die Frage, warum man eigentlich auf ein E-Wallet zurückgreifen sollte.

Ein Grund für E-Wallets ist die Schutzfunktion. Bei Zahlungen im Internet verhält es sich ähnlich, wie beim Sex im realen Leben: Wenn man sein Teil ungeschützt in jedes vorhandene Loch reinsteckt bzw. sich von jedem daher gelaufenen Hengst besteigen lässt, darf man sich nicht wundern, wenn man sich etwas einfängt. Man muss sich vor Augen halten, dass die Zahlungs- und Kontoinformationen von den Anbietern in der Regel gespeichert werden. Dies bedeutet:  Direkte Einzahlungen bei vielen Anbietern resultieren darin, das die Kontoinformationen in mehr Datenbanken gespeichert werden. Und daraus folgt wiederum: Je mehr Datenbanken die empfindlichen Informationen haben, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Daten, z.B. durch einen Hack, geklaut werden können.  Das E-Wallet fungiert also als eine Art Kondom für Zahlungen im Internet!

Ein weiterer Punkt der für E-Wallets spricht ist das Bankroll-Management. Wie in dem Artikel ‚Bankrollmanagement‘ beschrieben sollte man sein Guthaben, welches für Pokern, Wetten und/oder Trading vorgesehen ist, immer streng von dem Geld trennen, welches für den Lebensunterhalt benötigt. Wenn man nun aber bei dem einen Anbieter Wettbörsen-Trading betreibt und bei dem anderen pokert, dann kann das E-Wallet als ein Art Zwischenspeicher dienen, insbesondere, wenn man sich der Tatsache bewusst ist, das Transfers von E-Wallets zu Anbietern meist kostenlos sind. E-Wallets sind also eine Art Tresor für die Gesamtbankroll. Sie helfen damit einen Überblick über das zur Verfügung stehende Geld, die Gewinn-/Verlustentwicklung der Bankroll  zu gewinnen und verhindern das man, durch Disziplinlosigkeit, auf Geld zugreift, dass eigentlich nicht dafür gedacht war.

Der dritte Punkt für E-Wallets ist, dass er die Paranoia beruhigt. Pokern und Wettbörsen, haben in Deutschland immer noch einen schlechten Ruf und auch der rechtliche Status ist bestenfalls eine Grauzone. Viele befürchten, dass z.B. das nächste Mal, wenn es darum geht ein Autokredit bei seiner Hausbank zu bekommen, Überweisungen an Wettbörsen negativ bewertet werden. Auch besteht die Befürchtung, dass bei umgekehrtem Weg (also der Auszahlung von Beträgen auf das Konto) die Bank nichts Besseres zu tun hätte als postwendet das Finanzamt oder die Polizei zu verständigen. Prinzipiell besteht in Deutschland einen Meldepflicht für Außenwirtschaftsverkehr erst, wenn eine Summe von 12500 Euro pro Kalenderjahr überschritten wird, aber natürlich kann eine Bank, auch vorher schon einmal nachfragen, wenn ihr etwas spanisch vorkommt, wie es dieser erbärmlichen Kreatur, welche wohl der unterste Bodensatz in der Hierarchie der Spiele zuzuordnen ist,  ergangen ist. Da die meisten E-Wallets auch anders genutzt werden können, kann man der Bank erkären, die Überweisungen wären für Zahlungen, z.B. bei E-Bay gekaufte Ware, gedacht gewesen. Um Geld von der E-Wallet herunter zu bekommen, bieten die Anbieter Prepaid-Kreditkarten an. Diese kann man beantragen und dann von Geldautomaten sich direkt Geld von seiner E-Wallet ziehen, komplett vorbei an den deutschen Banken.

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